Ustertag-Schiessen

3. Tag, Samstag, 18. November 2017

Die Sensation ist perfekt: Gubler siegt erneut, Schützenkönigin wird eine junge Frau!

Am heutigen Tag gab es doch noch ein paar Änderungen, im Gruppenwettkampf der Sportgewehrschützen stiess Gonten das sieggewohnte Höri - knapp vor Torschluss - noch vom Thron. Und der letztjährige Schützenkönig Peter Gubler fand auch heute keinen Bezwinger und siegte als Titelverteidiger souverän. Mit Melani Schild holte die 23-jährige Bielerin die begehrte Ehrengabe, gespendet vom Regierungsrat des Kt. Zürich. Stgw57/03-Schütze Josef Hotz (Morgarten) holte das Goldvreneli der Kat. D und Pistolenschütze René Kurmann (Niederweningen) den Sieg bei den Kurzwaffenschützen. Der Ustermer Stadtrat gewann das Prestigeträchtige Duell gegen die sieggewohnten Gemeinderäte mit Vorsprung überaus deutlich.

Kat. A: Gonten und Gubler

Peter Gubler, der letztjährige Schützenkönig schoss am ersten Samstag das Maximum von 50 Punkten (mit 100/94/97) und zierte bis zum heutigen Ende Feuer die Ranglistenspitze. Damit gelang zum ersten Mal einem Schützen - seit der Regierungsrat eine Ehrengabe spendet – die erfolgreiche Titelverteidigung. Allerdings muss sich Peter Gubler mit einem Goldvreneli begnügen, die regierungsrätliche Ehrengabe kann ein Schütze nur einmal gewinnen.

Im Gruppenwettkampf blieb es bis zum Schluss spannend. Höri legte am 1. Tag in der ersten Ablösung die Latte mit 196 recht hoch und bis zur zweitletzten Ablösung führten die Zürcher Unterländer das Feld souverän an. Doch dies änderte sich als Gonten in der zweitletzten Ablösung die Backen zusammenklemmten und alles gaben was die treffsicheren Appenzeller geben konnten! Die Trefferbilder zeigten klar: Alfred Keller 50, Oliver Müller 50, Reto Neff 49 und Bruno Loher 48 gibt 197 Punkten und damit den verdienten Gruppensieg!

Kat. D: Volketswil und Hotz

Josef Hotz aus Morgarten setzte sich heute Nachmittag dank 50/98/97/91 diskussionslos an die Spitze und verdrängte damit den führenden Martin Ramp. Neu auf Rang drei liegt Beat Kientsch aus Meilen, auf Rang fünf ist mit Marco Meier (Dettighofen) ebenfalls ein neuer Name zu finden.

Für Volketswil wurde es – wer hätte dies gedacht – am Schluss noch eine Zitterpartie! Die Ordonnanzgruppe von Höri erzielte nämlich ebenfalls 192 Punkte, die beiden 49er-Resultate von Volketswil gaben dann aber schlussendlich den Ausschlag zum Sieg. Der MSV Zug überflügelte dank dem 50er-Resultat von Hotz die beiden 186er-Gruppen und konnte damit den dritten Platz belegen.

Kat. E: Oberrindal und Schild

Mit Melanie Schild (Biel) siegte erfreulicherweise wieder einmal eine Frau, sie wird am sonntäglichen Absenden aus den Händen von Regierungsratspräsident Markus Kägi den Ehrenkarabiner erhalten. Die junge Frau schoss in der Gruppe «Seeblick» von Mörigen und beinahe hätten sich die sympathischen Seeländer wieder einmal in die Siegerliste eingetragen. Doch die Gruppe «Betti 1» von Oberrindal konnte den Spitzenplatz mit einem Punkt Vorsprung sicher verteidigen. Auf Rang 4. gab es mit den Tegelbachschützen Gachnang – einer früheren Siegergruppe - ebenfalls einen neuen Namen, ebenfalls auf Rang fünf mit der SG Thundorf.

Grosse Bühne für die Gruppe Stadtrat

Der Gemeinderat kann aus 36 Namen selektionieren, die Stadträte – mit dem Stadtschreiber – höchstens auf acht. Da mit Egli und Kübler zwei altgediente Exekutivmitglieder den Rücktritt erklärt haben war es klar, dass der Stadtrat sich im nächsten Jahr in Sachen Gruppenzusammensetzung neu erfinden muss. Die Stadträte, die sich nach den Gemeinderäten in die Feuerlinie legten gaben dann alles, um das Mühleholz nach einer Reihe von zweiten Plätzen wieder einmal als Sieger zu verlassen. Doch schön der Reihe nach: Den Anfang machten die Gemeinderäte. Ihre Probeschüsse, so wie die erste Serie – die ja noch gezeigt wird – liessen keine Zweifel offen, dass heute die Trauben hoch hängen werden. Die vier Gemeinderäte schwangen sich am Ende des Programms von der Pritsche mit dem Lachen der Sieger im Gesicht! Im nächsten Durchgang waren zwei Einzelschützen, Stadträtin Barbara Thalmann und Prenzlaus Bürgermeister Hendrik Sommer. Nach ihnen legte sich Stadtpräsident Werner Egli, die Stadträte Cla Famos und Thomas Kübler sowie Stadtschreiber Daniel Stein auf die Pritsche. Die Nervosität war mit Händen zu greifen. Die Probeschüsse waren einigermassen ansprechend, Stadtrat Kübler schoss eine Vier und eine Fünf und meinte, die würde er gerne bei den Gültigen schreiben…. Nun begann das grosse Warten bis die Trefferbilder ausgewertet sind. Nach langen 20 Minuten konnte zum Absenden geschritten werden. Die Gemeinderäte Denzler (33) Keel (34) Ehrensperger (43) und Krauer (28) schossen – mit Ausnahme von Ehrensperger - weit unter ihrem Können und hatten vor allem in den Serien so richtig Streufeuer. Ja es mussten sogar Nuller geschrieben werden. Das Total von 138 Punkten lag jedenfalls weit unter dem letztjährigen Siegerresultat und führte zu betretenen Gesichtern. Ganz anders bei den Stadträten, die mit Stadtschreiber Stein (35) das tiefste Resultat zählen mussten, Kübler erzielte - trotz einem Nuller – 37, Stadtpräsident Egli 42 und der schiessende Pfarrer Famos 43 Punkte! Gibt summa summarum das schöne Resultat von 157 Punkten! Die Stadträte freuten sich spitzbübisch und die Gemeinderäte trugen die Niederlage mit Fassung.

Die beiden Einzelschützen, Stadträtin Barbara Thalmann erzielte achtbare 31 Punkte, Prenzlaus Bürgermeister Sommer, der bisher immer recht gut abgeschnitten hatte, gar 37 Punkte.

Pistole: PSV Niederweningen und Kurmann

Bei den Pistolenschützen obsiegte mit dem PSV Niederweningen (356) eine Gruppe, die sich bereits mehrmals in die Siegerliste eintragen konnten. Sie distanzierten das Team der Kapo Zürich (353) um drei und die SG Kilchberg (351) um fünf Punkte. Als Einzelsieger – und auch kein Unbekannter! – erzielte René Kurmann, trotz einer Acht, hervorragende 96 Punkte. Auf Platz zwei folgte Kurmanns Gruppenkollege Renato Kissling und die erste Frau, Jasmin Bühlmann aus Bäretswil, die beide sehr gute 95 Punkte erreichten. Im 25m-Auszahlungsstich siegte der bekannte «Büchsenmacher» Peter Kammermann aus Menznau vor den punktgleichen Marcel Berghändler (Gutenswil) und David Alder aus Horw.

Dank

Wir danken allen Schützinnen und Schützen aus nah und fern, die den Weg nach Uster unter die Räder genommen haben um an unserem schönen Traditionsanlass teilzunehmen. Unser Dank gilt aber auch den rund 140 Helferinnen und Helfern ohne deren Einsatz die Durchführung gar nicht bewerkstelligt werden könnte. Ein ganz grosses Merci geht vor allem auch an die vielen Helferinnen und Helfer, die gar nicht unserem Verein angehören!

Weiter bedanken wir uns ganz herzlich bei Stadtpräsident Werner Egli, der für die Parkplatzkosten aufgekommen ist und Andy Andreoletti unserem Scheibenwart, der die Anlage tip-top in Schuss hält.

Sieger Kat. A: Peter Gubler
Sieger Kat. D: Josef Hotz
Siegerin Kat. E: Melanie Schild
Sieger Pistole 50m: René Kurmann
Das Trefferbild von René Kurmann
Martin Landis aus dem Säuliamt gewann vor 14 Tagen den JU+VE-Final bei den Veteranen. Landis Veteran? Da muss wohl etwas falsch gelaufen sein bei der Passeintragung!
Milian Glavina – der Vater von Maria – schuftete wie ein Ross in der Wirtschaft um den vielen Frauen die schweren Arbeiten abzunehmen. Trotzdem war er vor seinem heutigen Ernstwettkampf natürlich etwas nervös. Aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen!
Anni Züger sieht nicht nur gut aus, sie sieht auch die Arbeit! Wir hoffen, dass es ihr Spass gemacht hat und wir auch im nächsten Jahr wieder auf ihre und ihrer Tochter Hilfe zählen dürfen.
Hans Burgdorfer kommt aus einer Schützenfamilie, sein Onkel war einst Gruppenchef der Nationalmannschaft. Der Vater von Hans schoss mit einem alten Martinistutzer, den er einst seinem «Jungen» vererbte. Heute brachte Hans das gute Stück ins Mühleholz und Büchsenmacher Spielmann bekam ganz gläsige Äuglein.
Die vier Musketiere von den Feldschützen Nunningen haben uns heute mit ihrem Besuch beehrt – vielen Dank!
Bruno Schneiter konnten wir letztes Jahr zum Gewinn des Zweistellungs-Schweizer Meisters mit dem Stgw90 gratulieren. Dieses Jahr holte der treffsichere Säuliämtler den Liegendtitel – Chapeau!
«Wenn es hier nur nicht so lärmig wäre!»
Finanz-Chef Cla Famos: Ich bin froh, dass es heute mit der Scheibenmitte besser geklappt hat! Gratulation - die 43 Punkte waren doch Klasse!
Compagnie 1861-Chef Tobias Steiff: Lieber Werner, wenn es Dir nach dem Ausscheiden aus dem Stadtrat langweilig werden sollte, so bist Du in unseren Reihen herzlich willkommen! Zu spät, lieber Tobias! Eine Stunde vorher erging die Anfrage von Schützenseite an den scheidenden Stadtpräsidenten, man suche eine Persönlichkeit für das Amt des Kantonalpräsidenten! Wie es scheint, kann es Werner Egli keinesfalls langweilig werden….
Thomas Kübler steht die Erleichterung ins Gesicht geschrieben – «wenn ich im Frühjahr meinen Rucksack ablegen kann, so werde ich mich vermutlich einem Schützenverein anschliessen!» Thomas, das haben wir sehr gerne gehört!
Stadtschreiber Daniel Stein hat die Nachfolge von Hansjörg Baumberger angetreten, dessen Fussstapfen in Sachen Schiessen nicht ganz einfach auszufüllen sind.
Hendrik Sommer - der Bürgermeister von Prenzlau - hat einmal mehr bewiesen, dass er über eine erstaunlich gute Treffsicherheit verfügt.
Gemeinderat Rolf Denzler war anfänglich guten Mutes – doch die Kugeln flogen nicht ganz so wie sich der Näniker dies erhofft hatte.
Markus Ehrensperger war mit 43 Punkten der treffsicherste Gemeinderat.
Jörg Krauer haderte mit dem Schicksal, der Anfang war besser als das nicht mehr gezeigte Ende!
Stadträtin Barbara Thalmann hat, seit sie eine Brille trägt, enorme Fortschritte gemacht. Die erzielten 31 Punkte sind ein absolut achtbares Resultat – vor allem da sie ja nie eine militärische Ausbildung genossen hat.
Schuster bleib bei deinen Leisten! Panzer-Oberst Hans Keel konkurrierte in den letzten Jahren immer mit seinem Stgw90 – und gehörte stets zu den Besten. Sein heutiger Versuch mit dem Stgw57/03 ging nun aber gründlich in die Hose!
Stadtpräsident Werner Egli erzielte achtbare 42 Punkte und war massgeblich am Erfolg des Stadtrates beteiligt. Hoffen wir, dass er in der neu gewonnen Freizeit – also ab Mai 2018 - etwas mehr im Schiessstand anzutreffen ist.
Die Compagnie 1861 ist immer für eine Überraschung gut. Der Pfeiffer und der Trommler brachten eine ganz neue Note in die Aufführung! Gratulation, das war gerade noch das Tüpfelchen auf dem i!
Die Kameraden von Rafz schauen drein wie wenn die Deutschen ennet dem Rhein bereits in Stellung wären.
Einmarsch der Fahne
Vollzugsmeldung bei Stadtpräsident Werner Egli
Die Darbietung der Compagnie 1861 findet immer grosses Interesse bei den Zuschauern.
Laden, stopfen!
Feuer!
Werner Egli überreicht Tobias Streiff von der Compagnie 1861 einen Anerkennungs-Betrag für die seit vielen Jahren geleisteten tollen Einsätze bei den verschiedensten Anlässen. Wir schliessen uns der Gratulation sehr gerne an!
Studium der Trefferbilder! Es ist aber nicht so, dass die Gemeinde- und Stadträte so «pfaffen» dass man kaum mehr etwas sieht – es sind einzig die Linsen, die infolge der Wärme angelaufen sind!
Die Stadträte jubeln – und die sieggewohnten Gemeinderäte machen gute Miene zum «bösen Spiel».
Die Schützen von Zürich-Leimbach, angeführt von Oberst René Koller!
Bruno Rohner von den Dintiker Schützen vermutete, dass ihm die Mühleholz-Geister nicht gut gesinnt sind. «Bei meinem letzten drei Teilnahmen ging jedes Mal der erste Schuss nicht los und ich musste hastig nachladen!» Lieber Bruno wir werden dies ändern, das nächste Mal wird es wieder wie gewohnt klappen!
Die Grütlifeldschützen Uster haben einmal mehr mit einem Grossaufgebot am UTS mitgemacht. Vielen Dank geschätzte Kameraden!
Werner Ryffel – alt Gemeinderat und Transportunternehmer – schaut jedes Jahr kurz herein und bittet um ein Leihgewehr. Es ist kaum zu glauben, aber wir können uns nicht erinnern, dass er einmal den Kranz gefehlt hat! Werner wir hätten noch Kapazität in unserem Verein für einen flotten Kameraden!
Gonten war wieder einmal das Mass aller Dinge! Herzliche Gratulation für die grossartige Leistung – mit dem herrschenden Seitenwind war es ja auch nicht ganz einfach!

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