Ustertag-Schiessen

2. Tag, Sonntag, 11. November 2012

Der Regen war heute ein treuer Begleiter

Die Jungschützen, welche heute die Parkplatzeinweisung mit Bravour gemeistert haben, können ein Lied davon singen. Regen, Regen und nochmals Regen. Wer von dieser Truppe heute Abend nicht bis auf die Unterhosen nass war, dessen Jacke/Hose müsste mit dem Gütesiegel «Gortex garantiert Wasserdicht» ausgezeichnet werden. Glücklicherweise konnten sich die Gäste in den beiden warmen Schützenstuben in einer etwas gastlicheren Umgebung mit Kameraden austauschen. Am Ustertag-Schiessen hat es relativ selten ungastliches Wetter, heute war jedoch unbestritten ein solcher Tag.

... im Westen nichts Neues

Der 33-jährige Niederurner könnte damit einen weiteren Höhepunkt in seiner erfolgreichen Karriere feiern. Auf dem momentan zweiten Rang bei den Ordonnanzwaffenschützen liegt die 19-jährige Sarina Tschümperlin (SG Einsiedeln) aus Alpthal mit Tiefschuss 98/88/94. Jakob Gut, der Standwart der Grossschiessanlage Ohrbüel, wäre mit den Tiefschüssen 100/95/86 ebenfalls ein heisser Kandidat (gewesen) leider musste er sich einen Vierer zeigen lassen – und aus war der Traum!

2 x 100 aber ...

Bei den Resultaten passierte nicht viel Neues obwohl die Schiessverhältnisse teilweise hervorragend waren. Vielleicht etwas dunkel, aber die Sicht wie «frisch gewaschen!» Der Niederurner René Zwicky ist immer noch unangefochten an der Spitze der Schützenkönigsrangliste und wenn er am nächsten Samstag nicht noch von einem Sportwaffenschützen übertroffen wird so reisst die Serie der Sportwaffenschützenkönige ab. Max Kunz, unser Administrator und selber ein «vergifteter» Stgw57-Schütze, wird dann hoffentlich zur Feier des Tages eine Flasche Champagner öffnen und darauf anstossen, dass die «Sportlichen» für einmal den «Kürzeren» gezogen haben. Es war über viele Jahre sein Anliegen, dass auch einmal ein Armeewaffen-Schütze den begehrten Hauptpreis des Regierungsrates in Empfang nehmen darf, was nun in greifbare Nähe gerückt zu sein scheint.

Die Kranzquote liegt weiterhin über 60%, jedoch leicht tiefer verglichen zum gestrigen Tag.

Höri und Am Bachtel bei den Gruppen

Titelverteidiger Höri liegt mit 50/50/49/49 und dem Total von 198 Punkten – einmal mehr – erneut auf Siegeskurs. Auf dem 2. Rang folgt der MSV Rietd-Gibswil mit sehr guten 196 Punkten, nur einen Punkt zurück der SpSV Salen Niederhasli, diese Gruppe konnte sich um zwei Punkte verbessern, nach dem sie letztes Jahr den 9. Schlussrang belegt hatte. Auf dem momentan vierten Platz liegt die papiermässig stärkste Oberlandsektion, die SG Betzholz Hinwil mit 194, punktgleich mit dem SV Adliswil und dem FSV Zürich Albisgütli.

In der Kat. B führt der MSV am Bachtel Wernetshausen mit 189 knapp vor dem SV Bachenbülach (188) einen weiteren Punkt zurück folgt der SG Villigen. Die Gruppe des ASB Dübendorf erzielte 186 Punkte und liegt auf Rang 4, punktgleich mit dem SV Weisslingen. Bei Dübendorf musste ein Schütze gar noch einen Scheibenfehler hinnehmen, trotzdem erzielte er mit 44 Punkten das Kranzresultat sicher!

Pistole: 95 ist geboten!

Adrian Meier von der SG Neuenhof führt die Rangliste mit sehr guten 95 Punkten an vor den punktgleichen Viktor Odermatt (PSV Mettmenstetten) Luigi Casagrande (SV Kantonspolizei Zürich) und Gregor Steiner vom PC Jona-Rapperswil. Wer Adrian Meier das «Goldvreneli» streitig machen will sollte somit mindestens 96 Punkte aufs Standblatt zaubern.

Den Gruppenwettkampf führen die Zentroniker Wolhusen mit 354 Punkten an, ein Verein der sich vor Jahren eine neue Vereinsbezeichnung gegeben hat um das bei den Medien verpönte Wort «Schützen» nicht im Namen führen zu müssen. Auf dem 2. Rang liegt der PC Jona-Rapperswil (348) drei Punkte vor dem letztjährigen Dritten, den PS Wald.

Izeir Amzai (PS Kloten) der Eisenbahn-Europameister, ziert mit zehn blanken Fünfern die Ranglistenspitze der Disziplin 25m. Walter Hug (PSV Fehraltorf) und Marcel Geering (StS Zürich-Höngg) folgen mit guten 48 Punkten auf den weiteren Plätzen.

Paul Gantenbein

«Am Schärme»: Heute waren die Vordächer und Unterstände ein gefragtes Gut!
Pistolen-Junioren: Glücklich, wer so fleissige und aufgestellte Jugendliche wie Nora, Nicolas und Diandra als Vereinsmitglieder in seinen Reihen führen darf!
Hans Eggli: Der Stäfner Schützenpräsident Hans Eggli, der 2000 im Bière Schützenkönig wurde, beehrte uns heute mit seiner Hofstatt.
Die glorreichen Zwei: Wie geschaffen für einen tollen Western, Reto Menzi und Herbi Oberson!
Stilbruch: Der diplomierte Schützentrainer Heinz Reichle, lange Jahre ein absoluter Verfechter der olympischen Gewehrdisziplinen, trat heute in Uster mit dem guten alten Karabiner 31 zum Wettkampf an – und verblüffte durch seine Treffsicherheit. Trotz einem „Abegg“ holte er noch spielend die Kranzauszeichnung!
«Hans Dampf in allen Gassen»: Wer Otti Schnellert so bezeichnet liegt – wenn er es positiv ausdrückt - natürlich völlig richtig. Seine Verdienste als Schützenfunktionär sind beispielhaft, aber auch als Schütze vermag er nicht selten mit verblüffenden Resultaten zu überraschen!
Lenz und Rieder: Seit knapp einem Jahr selbständig, überraschten die beiden ehemaligen Tanner-Mitarbeiter diese Woche mit einer Neuauflage. «Erst vor zwei Tagen wurde unser neu geschaffenes Standardgewehr fertig, heute habe ich es zum ersten Mal in einem Ernstwettkampf eingesetzt» erzählte René Lenz stolz und verwies auf hervorragende 49 Punkte!
Geduldprobe: Festbüchsenmacher Germain Spielmann präsentiert stolz den neuen Pistolengriff (für das Stgw57) der die Zulassung durch das VBS mit Bravour bestanden hat. Gerüchteweise war zu hören, die Homologierung sei mit einer gewissen Geduldprobe verbunden gewesen. Wurde erzählt….
Schweizer Reise: Fritz Wyssen aus Melchnau besuchte vor seinem Einsatz in Uster noch zwei weitere Schützenfeste und wird dabei wohl etliche Kilometer abgespult haben. Er trotzte den Strapazen und erzielte glänzende 48 Punkte, in der mittleren Serie gewann er mit einem blanken Hunderter noch einen «Schützenkafi!»
Mir händ de Plausch gha!: Gruppenbild der Zauggenried-Kernenried und der Lyssacher Schützen die mit treffsicheren Junioren ins Zürcher Oberland gereist sind. Sagte der Präsident und Jungschützenleiter: «Wer Nachwuchs haben will muss den Jungen das ganze Jahr über etwas bieten». Wie recht er hat! Und wie das Bild beweist, offenbar auch Erfolg!

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